Sexualität als weg

Sexualität als weg

28. Dezember 2018 | Liebe, Partnerschaft, Sexualität | Keine Kommentare

Missverständnis oder angst vor der nähe

Noch immer wird die sexualität verteufelt. Am einen ende der fahnenstange wird komplett auf körperliche erfahrung verzichtet und am anderen ende exzessiv der körperlichen freuden gefrönt. Was ist nun besser, richtiger, gesünder?
Alles und somit das, was im eigenen inneren selbst resoniert.

Ich persönlich kann mir keines der extreme als resonanz zu meinem inneren selbst vorstellen. Der sexualität zu entsagen, wozu dann reinkarnieren?
Einen so wunderbaren körper bewohnen zu dürfen und ihn nicht in seinem ganzen potential zu erfahren, stattdessen im geist zu hängen – wozu denn überhaupt ins fleisch einfahren?
Im gegensatz dazu dem körper und seinem aussehen verfallen, ohne reflexion, einfach im rausch der körperlichen hormoncocktails zu baden, als sklave des fleischlichen – echt jetzt?

„Da du schon von dir sprichst, was geht/ist den mit dir in resonanz?“
Ich liebe das spiel zwischen mann und frau, den moment, in dem mein hirn die hormondusche einschaltet, alles in meinem körper nach mich-fortpflanzen drängt und der blick in den sternenhimmel der augen meiner liebespartnerin mich in andere welten entführt.
Und somit sowohl-als-auch, anstatt entweder-oder.

Mir ist meine sexualität ein wundersamer weg zu mir selbst. In allen paarbeziehungen zeigten sich blockaden in rasender geschwindigkeit, unausweichlich und unübersehbar. Die gelebte qualität in der sexualität ist, ja, einfach nur schön und wohltuend, doch auch ein direkter spiegel von wie wir zu uns selber stehen. So verstehe ich unterdessen (lange hat’s gebraucht) eine sich aufbauende distanz zwischen meiner partnerin und mir als hinweis auf unausgesprochenes, als hinweis auf unterdrücktes.
Noch vor kurzer zeit warf mich ein solcher distanzaufbau in schlaflose nächte, produzierte unendlichen lärm im kopf und abstruse gedanken.

Und nein, ich empfehle keine tantra strategien oder was auch immer. Auch noch so ausgeklügelte techniken werden keine brücke zwischen euren geschlossenen herzen bilden.
In kurzen worten: Flicke nicht den sex, sondern arbeite an dir und damit automatisch an der beziehung zu deiner liebespartnerin

Bist du bei dir, lebst du eine erfüllende sexualität.
Bist du ausser dir, hast du bestenfalls einfach sex.

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